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“Man kann in Kinder nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln.”

Astrid Lindgren

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Therapie mit Kindern und Jugendlichen

Jugendliche sind oft dankbar, wenn sie mit jemandem außerhalb der Familie über ihre Themen sprechen können, der ihnen zuhört und sie ernst nimmt. Kinder sprechen nicht gern über ihre Probleme. Die haben im allgemeinen die Eltern oder die Schule. Sie selbst möchten “in Ordnung”, “richtig” sein. Völlig verständlich, oder? Für einen Therapeuten, der mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, ist es daher wichtig, etwas "mitzuteilen", ohne das Problem direkt ansprechen zu müssen. Das geht zum Beispiel in der Kunsttherapie.

Jugendliche kommen, auch durch ihre Erfahrungen mit dem Online-Unterricht in der Corona-Zeit sehr gut mit Online-Sitzungen zurecht. Für Kinder eignet sich meine Art der Arbeit ab einem Alter von ca. 12 Jahren.

Kunsttherapie

In der Kunsttherapie wird mit Symbolen gearbeitet. Der aus Ton modellierte Fisch kann mitteilen, ob er Freunde hat oder was er vom Papa erwartet, auch wenn das Kind selbst das nicht kann. Aber auch über die Symbole muss nicht gesprochen werden. Im kreativen Gestalten ist es möglich,

Gefühle frei auszudrücken und zu verarbeiten,
kreative Lösungsmöglichkeiten zu finden,
Konflikte mit Mitmenschen auf symbolischer Ebene zu lösen,
ängstliches oder zwanghaftes Verhalten abzubauen,
soziale Fähigkeiten zu verbessern,
sich von belastenden Ereignissen zu entlasten,
Entwicklungsrückstände aufzuholen,
die Wahrnehmung zu vertiefen,
die Feinmotorik zu fördern
und nicht zuletzt Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu stärken.

 

Einzeltherapien kombiniere ich gerne mit der Arbeit mit Handpuppen.

Handpuppen

Puppen, noch dazu wenn sie selbstgefertigt sind, sind Stellvertreter des Kindes oder sie können als Adressat unterdrückter Emotionen wie Wut und Enttäuschung dienen. Für Handpuppen gilt das noch mehr, da man in sie hineinschlüpft und damit ganz automatisch eins wird.

Mit Puppen therapeutisch zu arbeiten ist kein Puppentheater. Dem Kind wird nichts vorgeführt, sondern es spielt (zusammen mit mir oder den Eltern) und bestimmt das Spielgeschehen. Die Kinder bringen ihre inneren Gefühle und Gedanken auf eine äussere Bühne. So können sie handelnd, nicht reflektierend, Lösungen für ihr Problem ausprobieren, um sie dann später (unbewusst) "im wirklichen Leben" zu übernehmen.

Bei Jugendlichen nutze ich Handpuppen, falls der Jugendliche offen dafür ist, als Möglichkeit, die eigenen "Inneren Anteile" kennen zu lernen und mit ihnen zu arbeiten.