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“Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben.”

Ben Furman, finnischer Psycholge

Was ist Traumatherapie?

Haben Sie massive Konzentrationsschwierigkeiten? Leiden Sie unter vielen, verschiedenartigen psychosomatischen Problemen? Haben Sie Schwierigkeiten, sich zu freuen, zu lieben oder sogar zu trauern? Vermeiden Sie Orte, Dinge oder eine bestimmte “Art” von Menschen? Können Sie sich kaum oder gar nicht an Ihre Kindheit erinnern? Sind Sie extrem schreckhaft, sogar, wenn vertraute Personen ins Zimmer kommen? Haben Sie Panikattacken, massive Ängste, leiden unter Zwängen, haben Suchtprobleme, verletzen sich selbst oder können nicht aus dem Haus gehen? Haben Sie immer wieder heftige Albträume oder kommen im Wachzustand unangenehme innere Bilder hoch? Haben Sie manchmal oder oft das Gefühl, sich selbst nicht spüren zu können?

Diese ganz verschiedenartigen Symptome können auf ein, gegebenenfalls sogar verdrängtes und damit nicht erinnerbares, Trauma hinweisen. Wobei natürlich nicht alle Symptome vorhanden sein müssen.

Ein klassisches Trauma ist “ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde” (laut ICD-10, dem bei Psychologen und Ärzten gebräuchlichen Klassifizierungssystem von Erkrankungen). Das können z.B. schwere Unfälle oder Naturkatastrophen mit Todesbedrohung sein, Vergewaltigung, Beobachtung eines gewaltsamen Todes eines anderen Menschen, sexueller Missbrauch oder andauernde heftige Gewalt in der Kindheit, usw.

Ich persönlich würde jedoch auch andere Ereignisse als traumatisierend einstufen, die in der Kindheit eine große Auswirkung auf den Menschen hatten, wie früher und langer Aufenthalt in einem Krankenhaus, ein Elternteil mit einer psychischen Erkrankung oder Alkoholismus, schwerwiegende Erkrankung eines Elternteils, Tod eines Elternteils oder auch Geschwisterkindes. Diese Erfahrungen können sich als sogenannte Bindungsstörung zeigen. Das bedeutet, dass die Eltern nicht genug Halt geben konnten und der Mensch sich auch im Erwachsenenleben als nicht genügend “verwurzelt” wahrnimmt.

Genauso können lebensbedrohliche Erkrankungen oder Erkrankungen, die dauerhaft zu einer massiven Lebensveränderung führen oder schwere medizinische Eingriffe traumatisierend sein.

In der Traumatherapie ist es vor allen Dingen erst einmal wichtig, den Klienten zu stabilisieren. Er oder sie soll das Gefühl wiederbekommen, dass die Welt ein sicherer Ort zum leben ist. Dazu setze ich verschiedene Imaginationsübungen ein. Diese werden in Trance erlebt. Da kann man zum Beispiel einen sicheren Ort finden, an dem man alleine ist, sich wohl fühlt und an dem nichts geschehen kann. In der Trance erlebt der Klient diesen Ort sehr intensiv. Das sichere Gefühl ist noch lange nach der Sitzung zu spüren.

Ist der Klient ausreichend stabil, findet die sogenannte Traumabearbeitung statt. In meiner Arbeit wird diese sehr sanft durchgeführt. Vom sicheren Ort aus stellt sich der Klient einen Bildschirm an der Wand vor, auf dem das Erlebte weit entfernt angesehen und verändert wird. Vergangene Erfahrungen können so “umgeschrieben” und verarbeitet werden. Die verlorengegangene Kontrolle über das Leben kehrt zurück.

Wenn Sie von Ihren Symptomen überflutet werden und sofortige Hilfe benötigen, schauen Sie sich einmal meine Tipps unter Erste Hilfe an und führen Sie die Selbsthypnose “Kraftquelle” durch. Zögern Sie auch nicht, mich anzurufen oder mir zu mailen. Auch kurzfristige Termine sind in dringenden Fällen möglich.

Hinweis:

Sollten Sie sexuellen Missbrauch in Ihrer Kindheit oder Jugend erlebt haben, gibt es die Möglichkeit, einen Antrag auf Übernahme der kompletten Kosten für eine Traumatherapie beim "Fonds sexueller Missbrauch" zu stellen.